Hydrophobierung beton

Während der langen Entwicklung der Silicon harzchemie kamen zur Hydrophobierung die verschiedenartigsten Produktfamilien zur Anwendung, von denen die Silikonharzlösungen heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Der Grund hierfür ist einerseits das immer stärker werdende ökologische Bewusstsein des Verbrauchers, der auf lösemittelfreie Produk te Wert legt, andererseits aber auch die relativ hohe Teilchengrösse sowie di e ungenügende Beständigkeit auf stark alkalischen Untergründen. Auch die wasserlöslichen Methylsiliconaten haben heute für den Hochbau keine Bedeutung mehr, Gründe hierfü r sind die starke Alkalität, die Wasserlöslichkeit es unvernetzten Produktes und die Bildung vo n weissen Salzkrusten nach der Applikation. Während der Entwicklung in den letzten 20 Jahren haben sich zwei Substanzen zur Hydrophobierung herauskristallisiert, die S ilane und die Siloxane. Bei den Silanen handelt es sich um monom ere Alkyltrialkoxysilane 3 , bei den Siloxanen um oligomere Alkytrialkoxysilane 4 . Einen wesentlichen Einfluss hat die organische Seitenkette des Silans. Durch Modifizierung dieser Seitenkette wird die Alkalistabilität verbessert, so ist war immer noch ein Abbau zu verzeichne n, der jedoch wesentlich geringer ist, ausserdem sind die Abbauprodukte weniger wasserlöslich. Obwohl Silane durch ihre kleinere Molmasse besser in den Baustoff einzudringen vermögen, haben sich diese Pr odukte durch ihre höhere Verdampfungsgeschwindigkeit nicht bewährt. Siloxane haben ein tendenziell schlechteres Eindringvermögen als die Silane, trotzdem ergeben sie in der Praxis die besseren Resultate. Die Moleküle sind i mmer noch klein genug, um in die Poren des Baustoffes einzudringen und die Molmasse ist gross genug um einen nicht zu grossen Dampfdruck zu haben. Besonders bewährt haben sich Kombinationen von Silanen und Siloxanen, mit diesen beiden Kombinat ionspartnern lassen sich massgeschneiderte Hydrophobierungsmittel herstellen. Silane und Siloxane sind in organischen Lösemitteln, wie Alkoholen und Benzinkohlenwassetoffen sehr gut löslich. Es ist einleuchtend, dass die Eindringtiefe eines Hydrophierungsmittels direkt von der Wirkstoffkonzentration anhängig ist. Je geringer die Wirkstoffkonzentration, desto weniger ist es in der Lage, die Poren und Kapillaren vollständig zu belegen. Dar aus folgt, ein Baustoff mit geringer Saugfähigkeit, z.B. Beton benötigt eine höher e Wirkstoffkonzentration als ein stark saugfähiges Material z.B. Ziegel. Die Siloxane/Silan-Gemische werden daher mit Benzinen auf einen Wirkstoffgehalt von ca. 10 % verdünnt. Durch die sicherlich begründeten Bestr ebungen zur Einsparung von Lösemitteln, wurde versucht auch bei den Hydrophobierungs mitteln entsprechende Alternativen zu entwickeln. Vor ca. 10 Jahr en wurde die SM K-Technologie 5 vorgestellt, die es möglich machte, die Silo xan-Silan-Gemische mit Wa sser zu verdünnen. Die gebildeten Mikroemulsionen si nd gebrauchsfertig und haben aufgrund ihrer geringen